"100 Jahre Verschmelzung Eckwil/Mgenwil"

Festwochenende

6. und 7. August 2005

im Dorfteil Eckwil

   
   
   
Vor 100 Jahren wurden die Ortsbürgergemeinden von Eckwil und Mägenwil zusammengeschlossen. Über das vergangene Wochenende feierte die Dorfbevölkerung diesen denkwürdigen Anlass mit einem kleinen, aber feinen Dorffest.

Ein OK unter der Leitung von Gemeinderat Meinrad Kuhn hat diesen Anlass bestens vorbereitet. Auch wenn im Vorfeld etwelche Unstimmigkeiten an die Öffentlichkeit gelangten, wurde das Fest ein voller Erfolg. "Wenn Spannungen etwas bewegen, so sei dies gut", meinte ein sichtlich gut gelaunter Daniel Pfyl anlässlich der Eröffnung am späteren Samstagnachmittag auf dem Eckwilerhof.

 

 

 

     
Auch das alte 2Füürwehr-Hüsli" erstrahlt wieder in neuem Glanz. Die Eckwiler benützten dieses unscheinbare kleine Häuschen früher als Feuerwehr-Stützpunkt. Im Rahmen eines Wiederholungskurses der ZSO Maiengrün reinigten die Zivilschützer das Haus und verpassten ihm einen Grundanstrich unter fachkundiger Anleitung von Malermeister Willi Moser. Mitglieder der Dorffeuerwehr zeigten im Rahmen einer kleinen nostalgischen Einsatzübung, dass das "Füürwehr-Hüsli" durchaus noch seinen Zweck erfüllen kann. Dort eingelagert wird ein Schlauchwagen, der als Ersteinsatz in Eckwil nützlich sein kann.     

 

     

 
Geschichtsträchtiger Ort  

Zuvor eröffnete OK-Präsident Meinrad Kuhn im FestzeIt auf dem Eckwilerhof das Dorffest und konnte unter den Gästen auch die Vizepräsidentin des Grossen Rates, Esther Egger, begrüssen. Kuhn blätterte in den Geschichtsbüchern und erinnerte, dass es doch einiges brauchte, bis die Ortsbürgergemeinde von Eckwil im Jahre 1905 mit der Ortsbürgergemeinde von Mägenwil verschmolzen wurde. 

Dr. Jürg Stüssi, Historiker und Grossrat aus Windisch, hielt die Festrede. Er erinnerte an den geschichtsträchtigen Ort von Eckwil, der im Bauernkrieg eine zentrale Bedeutung hatte. Im Mai 1653 marschierten Zürcher und Ostschweizer unter Konrad Werthmüller über den Heitersberg, besetzten Mellingen und entwaffneten die Freiämter Besatzung. Die Mitglieder des Huttwiler Bundes warteten hingegen im Raume Mägenwil/Othmarsingen. Die Begegnung beider Heere fand in Eckwil statt, wo später auch Verhandlungen geführt wurden. Stüssi zeigte anhand von zwei Kartenausschnitten von Gyger, (Ortsname Aeckwyl) und Johann Adam Riediger (Ortsname Neckbel), wie sich der Name veränderte und wie es damals hier ausgesehen hatte. Interessant war auch der dritte Kartenausschnitt, der vom sowjetischen Generalstab aus dem Jahre 1976 stammte. Deutlich erkennbar ist der kyrillisch geschriebene Ortsname Eckwil. 
   
   
Die Festeröffnung umrahmten der Männerchor Frohsinn und die Musikgesellschaft Mägenwil-Wohlenschwil.
 

Nach der Übergabe des Dorfbrunnens und des "Füürwehr-Hüslis" an die Bevölkerung, verteilten sich die Besucher auf die drei Festbeizen, in die Kaffeestube oder in die Bar. Ins Dorffest integriert wurde ein Crosslauf, an dem jedermann teilnehmen konnte und Marktstände. Zudem wurde unter der Schuljugend "De schnellscht Mägewiler2 ermittelt.       
 
Bericht: Reussbote (Benedikt Nüssli)